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    Export - 2014 - Prima Kunst


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    Die Rauminstallation "Export" richtet den Blick gen Süd-Osten und thematisiert ein Phänomen internationaler Beziehungen und kulturellen Austausches.

    Welche Gemeinsamkeiten hat die deutsche Sprache mit der türkischen Sprache? Genau 407 identische Wörter, 92 Germanismen und vieles mehr. Sprache zeichnet die Begegnungen der Kulturen auf. Wörter wie haymatlos, blokhavz, gestalt, laytmotif, snorkel oder tifdruk sind Zeugen bzw. Relikte der vergangenen, aktuellen und wachsenden Beziehungen, dem Austausch und dem Zusammenrücken der Nationen und Kulturen, aber auch ihrer Konflikte. Sie sind ein Teil unserer Geschichte, der in Vergessenheit geraten ist.
    Im Sinne des artistic research setzt sich Yasmin Schaffer mit einem sprachwissenschaftlichen Forschungsfeld auseinander, sucht nach Möglichkeiten seiner Transformation und Manifestation unter formalästhetischen Bedingungen und eröffnet damit einen ganz differenzierten Zugang zum Thema Interkulturalität.

    Zahlreiche Papierstreifen hängen in der Installation von der Decke bis zum Boden, greifen die Besonderheit der Architektur auf und verwandeln den Container in eine Art Säulen-Wald, der als Projektionsfläche für einen Lauftext dient. Von rechts nach links holpern so die "deutschen Exportwörter" über die Papierbahnen und zersplittern dabei in ihre Bestandteile. "Es ist eine laufende Dekonstruktion unseres Zeichensystems" betont die Studentin der Muthesius Kunsthochschule (Medienklasse von Arnold Dreyblatt).

     

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    Wolken - 2014 - Kunstraum B



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    Diagrammartig beschlägt ein Diaprojektor Fensterscheiben der Galerie. Jede Wolke beinhaltet multiple Bedeutungen. Im Loop laufen Verben umzingelt von ihren Präfixen durch und ver- und entschlüsseln sich je nach Standpunkt des Betrachters in oder außerhalb der Galerie. Eine Sammlung und Untersuchung eines speziellen Phänomens der deutschen Sprache.

     

     

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    Ex Text Lesung - 2013
    Projektraum Muthesius Kunsthochschule

    Schriftonist

     

    Schriftonist

     Fotos: Ruth Biene

     

     

    ex text: 

    "So ne kolar - akkar si mi zacik abil ir ler - Cog un lug uf ark like lime grup la rinaa it ol mak - laber aber bukel ime ler in bazilarinin - ik i dilde de ayni göre - ..."

    original text:

    "Son ek olarak karsimiza cikabilirler. Cogunlugu farkli kelime gruplarina ait olmakla beraber bu kelimelerin bazilarinin iki dilde de ayni göre..." 

     

     In einem performativen Akt wird ein Text vorgelesen, der kein Text ist, es aber einmal war. Hört man diesen "Ex-Text", scheinen Spuren von Worten erkennbar, die Assoziationen wecken. Der Hörer vermutet Bedeutung, zeitweise erschließt er Sinn, dann wieder nur Widersinniges aber nicht Sinnloses und an manchen Stellen dazwischen gibt es keine Sprache mehr. Wie viel Ähnlichkeit mit Worten muss gegeben sein, um Bedeutung darin zu finden oder sie Bedeutungen zuzuordnen? Was verstehen wir oder was wollen und können wir verstehen? Welche Assoziationen knüpfen wir in der Freiheit des Textes?

     

    (Ursprung ist ein türkischer Text von Aygün, Mehmet: ALMANCA VE TÜRKCE'DEKI SESTES KELIMELER VE BU KELIMELERIN HER IKI DILDEKI KARSILIKLARI VE FONKSIYONLARI S. 54. Darin geht es um homophone Wörter im Deutschen und Türkischen und ihre Unterschiede und ihr Gebrauch in der jeweiligen Sprache.)

     

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    Falscher Freund - Objektinstallation
    Projektraum Muthesius Kunsthochschule 2013

     

    bilinguale homos yasmin schaffer


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    Auf semantischer Ebene wird hier das Phänomen der absoluten false friends / Falschen Freunde / faux amis verhandelt. Der Sockel, der normalerweise die Kunst trägt und selbst nur Nebensache ist, wird zur Hauptsache. Bei näherer Betrachtung fallen evtl. die 4 Löcher darin auf. Diese liegen nicht auf dem Betrachterstandpunkt, sondern in weniger bequemer Hüfthöhe, so dass der Betrachter einerseits förmlich in die Knie gezwungen wird, andererseits, um Erkenntnis zu gewinnen, sich auch mal verbiegen muss und einen anderen Standpunkt einnehmen muss, so wie es die Phänomenologen gewohnt sind. Schaut man nun durch eines der Löcher in das Innere des vermeintlichen Sockels, so sieht man den Schriftzug eines Wortes, wie z.B. Tabak. Die Schrift wiederum ist transparent, so dass man durch sie hindurchschauen und das dahinter liegende Bild im illuminierten Kern des Sockels betrachten kann. Dieses Bild hat scheinbar nichts mit dem davorliegenden Wort gemein. Doch tatsächlich ist es der bildgewordene Referent des Wortes, nur in einer anderen Sprache. So bildet Tabak einen Teller ab, welcher aber Signifikat des Signifikanten tabak im Türkischen ist. 

     

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                          Foto: Ruth Biene

     

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    Falsche Freunde - Diagramme 2012-13

     

    Kreide - New York

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    Wortmaschine I - Kaleidoskop 2013

      

    bilinguale homos yasmin schaffer

     

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                                                                        Foto: Ruth Biene

     

    Wenn all das Wissen um die Bildung von Worten und Sätzen verschwände bliebe nichts als die mechanische Manipulation des Zufalls. 

     

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    Bilinguale Sätze - Installation
    im öffentlichen Raum 2012 

     

    bilinguale homos yasmin schaffer

     

     

    Ich forme bilinguale Satzanalogien. Sie sind homographisch und folgen den grammatischen Regeln des jeweiligen Sprachsystems. Die homographen Sätze haben in ihren Sprachen jeweils eine ganz eigene Bedeutung mit absurdem Charakter. So tragen diese Sätze eine geheime Botschaft in sich. Derartige Sätze existieren in jeder Sprache auf der ganzen Welt und ich suche, sie zu entdecken und zugänglich zu machen. In diesem Fall habe ich zwischen Türkisch und Deutsch gesucht.

    Ich installiere diese Sätze im Stadtkern Kiel-Gaarden, wo viele Deutsche und Türken leben und gebe damit Anlass zum Austausch und Diskurs miteinander. 

    Die Bedeutsamkeit der Maxim-haften Sätze in der einen und die Banalität des Inhalts in der anderen Sprache bilden hier zudem einen ironisierenden Spannungsbogen, der die Absurdität der Lehren oder Leitsätze unterstreicht.

     

    bilinguale homos yasmin schaffer

     leblebin legende = deine Zuckernüsse sind in der Waschschüssel. 

     

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    Wortgeflecht - Klanginstallation
    Parkhaus Muthesius Hochschule 2011
     

    flört

     

     

    bilinguale homos yasmin schaffer

     

     

    flört

     

    flört

     

    Die Untersuchung bilingualer Homogramme und Entlehnungen sind Ausgangspunkt für diese Arbeit. Zu hören sind Audiofiles aus türkisch-deutschen Onlinewörterbüchern. Im Wechsel sprechen die Maschinenstimmen die miteinander verwandten deutschen und türkischen Wörter aus, was zeitweise den Eindruck wecken mag, sie würden miteinander kommunizieren, sich korrigieren, sich beschimpfen oder sich gegenseitig Kosenamen geben. 

     

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     Flört - Videoinstallation
     Play/Pause Offspace Galerie Exlex 2011

     

    bilinguale homos yasmin schaffer

     

      

    bilinguale homos yasmin schaffer

     

     

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    Die im Verlauf der gemeinsamen türkisch-deutschen Geschichte entstandenen, in den Türkischen Duden aufgenommenen deutschstämmigen Lexeme, bilingualen Homogramme und Entlehnungen sind Ausgangspunkt für diese Videoinstallation, in der verschiedene Arten der Überlagerung, Dekonstruktion, und Neuordnung unseres Zeichensystems entstehen.

    Die einzelnen Lexeme werden vom Beamer auf eine Art ‚Säulenwald‘ aus Papierstreifen projiziert, laufen als Rolltext von rechts nach links über die verschiedenen Ebenen und werden dabei dekonstruiert.

    Werden die Wörter dabei unlesbar? Verlieren sie ihre Bedeutung? Entsteht ein neues Wort, eine Neue Bedeutung, ein neues Bild im Kopf?

     

     

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    Bilinguale Homos - Wörterbuch 2011  

    flört

     

     

    Hier sind alle in türkische Wörterbücher eingetragene Lehnwörter deutschen Ursprungs zu einem Wörterbuch zusammengefasst. Die Wörter sind auf leicht transparentes Brotpapier gedruckt. Auf jeder Seite steht jeweils ein Wort mit seiner Erläuterung und Herkunftsangabe.  

     

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    Scriptonist - writingperformance with sound 2010

     

    Schriftonist 

     

     

    Schriftonist 

     

    Sitting outside in the absurd looking window frame of an old bunker I am writing the word 'music' several times. The rhythmically grinding clang made by the pencil on the table is transmitted into the bunker and resounds through the halls. So the walls seem to become transparent.

    The word as a sign for a special appearence is now creating this appearence itself. It steps out of its secondary status and ranks first now.

     

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     Gedächtniskammer - Soundinstallation 2008 

     

    Gedächtniskammer 

     

     

    Gedächtniskammer

     

     

      

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